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Grundlagen neuronaler Plastizität

Wir untersuchen am Lehrstuhl für Sozialpädiatrie in aktuellen Projekten, die u.a. von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert sind, Lernmechanismen des menschlichen Gehirns, sowohl bei Gesunden, wie auch bei Patienten, z.B. mit genetischen Erkrankungen oder frühkindlichen Hirnschädigungen.

Das Gehirn als „Schaltstelle“ ermöglicht die Steuerung vieler unterschiedlicher Funktionen wie beispielsweise der Motorik und ist verantwortlich für unser Lernen und die Speicherung von Erinnerungen. Es steuert sehr feine Bewegungen, die es uns z.B. ermöglichen nach einem Glas zu greifen und ermöglicht höhere geistige Aufgaben, wie z.B. Vokabeln zu lernen und diese zu behalten. Hierbei finden komplexe Prozesse auch zwischen verschiedenen Regionen des Gehirns statt, die ein hohes Maß an Organisation und eine gute Abstimmung („neuronale Plastizität“) erfordern.

Die sogenannte transkranielle Magnetstimulation (TMS) ermöglicht die Untersuchung solcher Lern- und Gedächtnisprozesse. Sie ist ein schmerzloses und nicht-invasives Verfahren mit der die Erregbarkeit von Gehirnregionen untersucht werden kann und für eine kurze Dauer gezielt in ihrer elektrischen Aktivität beeinflusst werden kann. Mit der TMS lässt sich also neuronale Plastizität, die als das neurophysiologische Pendant des Lernens gilt und die eine entscheidende Rolle auch in der Entstehung bestimmter Erkrankungen und in der kindlichen Entwicklung spielt, untersuchen und therapeutisch einsetzen.

In verschiedenen Studien untersuchen wir diese Grundlagen neuronaler Plastizität mit Hilfe der Transkraniellen Magnetstimulation und erhoffen uns davon neue Erkenntnisse über die Funktionsweise des menschlichen Gehirns und neue therapeutische Ansätze insbesondere bei Kindern.

Kontakt:

PD Dr. med. Nikolai Jung

E-Mail: nikolai.jung(at)tum.de

Telefon: 089/71009 236

oder:

Frau Louisa Brich M.Sc.

E-Mail: louisa.brich(at)tum.de

Telefon: 089/71009 392