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Fachklinik für Sozialpädiatrie

In unserer Fachklinik für Sozialpädiatrie betreuen wir jährlich rund 850 Kinder und Jugendliche stationär. Auf zwei Stationen (Kinderstation und Eltern-Kind-Station) stehen dafür 45 Betten sowie teilweise Übernachtungsmöglichkeiten für Eltern zur Verfügung.

Unsere Kinderstation:

  • Gruppenstruktur: 5 Gruppen mit 4-5 Kindern und Elternteil (Mitaufnahme der Eltern bei Vorschulkindern)
  • Fachteams: Kinderärzte, Psychologen, Pflege- und Erziehungsdienst, Sozialpädagogik
  • Behandlungskonzept: Intensive Elternarbeit, Tagesstruktur, Arbeit in Kleingruppen, individuelle Therapien, Unterstützung und Förderung der Eltern-Kind-Beziehung
  • Schwerpunkte: Eltern-Kind-Interaktion und Verhalten, schwere Fütter- und Gedeihstörungen.

Unsere Eltern-Kind-Station:

  • Patienten: Kinder (0-18 Jahre) in Begleitung der Eltern
  • Behandlungskonzept: Intensive therapeutische Arbeit mit den Kindern und Unterstützung / Anleitung der Eltern, Interaktionstherapie, spezielles Behandlungskonzept für schwer mehrfachbehinderte junge Erwachsene
  • Enge fachübergreifende Zusammenarbeit
  • Fokus: Diagnostik und Therapie bei Bewegungsstörungen, Entwicklungs- und Verhaltensstörungen sowie Sprachstörungen und Autismus Spektrum Störungen

Wann ist eine stationäre Behandlung indiziert?

  • Die Erfolge der ambulanten Behandlung sind nicht zufriedenstellend.
  • Die diagnostische Einordnung der Symptomatik gelingt ambulant nicht ausreichend.
  • Es besteht Bedarf zur Krisenintervention aufgrund akuter Verschlechterung der Symptomatik oder der psychosozialen Situation.

Behandlungsschwerpunkte:

  • Motorik: motorische Entwicklungsverzögerungen und schwere Mehrfachbehinderungen, Zerebralparesen, umschriebene Entwicklungsstörungen der motorischen Funktionen
  • Kognition: Mentale Entwicklungsstörungen, Intelligenzminderung, Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung
  • Hören & Sprache: Intensive Sprachtherapie bei Sprachentwicklungsstörungen, VEDIT Nachbehandlung bei Cochleaimplantation
  • Interaktion & Verhalten: Frühkindliche Störungen der Verhaltensregulation, Fütterstörungen, Störung von Verhalten und Interaktion, Störung der emotionalen Entwicklung, Beziehungs- und Bindungsstörungen, Autismus-Spektrum-Störungen
  • Kompetenzerwerb und Coping: Zerebrale Krampfanfälle, genetische Syndrome, chronische Erkrankungen

Wir arbeiten interdisziplinär in einem multiprofessionellen Team aus Kinderärzten, Psychologen, Pflege- und Erziehungsdienst, Therapeuten und Sozialpädagogen mit individuell auf den Bedarf des Kindes und der Familie angepassten Therapien (Physiotherapie, Ergotherapie, Musiktherapie, Logopädie, Montessori-Therapie etc.). Wesentliches Kennzeichen der Diagnostik und Therapie ist ein familienorientierter, vernetzter und methodenübergreifender Ansatz.

Die Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen und werden intensiv miteingebunden. Es besteht die Möglichkeit der Behandlung der Eltern/eines Elternteils in der erwachsenenpsychiatrischen Tagesklinik im Haus.