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Foto: Hintere Reihe von links nach rechts: PD Dr. Nikolai Jung, Prof. Dr. Volker Mall, Tamara Fuschlberger, Dr. Maria Licata-Dandel, Andrea Hahnefeld - Vordere Reihe von links nach rechts: Louisa Brich, Michaela Augustin, Dr. Aynur Damli-Huber, Dr. Anna Friedmann, Catherine Büchel - Nicht auf dem Foto: Dr. Ina Nehring, Natalie Schmidt und Dr. Karin Storm van’s Gravesande

Lehrstuhl für Sozialpädiatrie

Der Lehrstuhl für Sozialpädiatrie der Technischen Universität München ist der einzige seiner Art in Deutschland. Lehrstuhlinhaber ist Prof. Dr. med. Volker Mall, der gleichzeitig auch ärztlicher Direktor des kbo Kinderzentrums ist. Die Sozialpädiatrie versteht sich als Querschnittswissenschaft in der Kinderheilkunde und Jugendmedizin, die sich mit den Beziehungen zwischen Gesundheit, Krankheit und Entwicklung einerseits und den äußeren Lebensbedingungen der Kinder andererseits befasst. Zu den Aufgaben der Sozialpädiatrie als wissenschaftliche Disziplin gehört es, ihr Wissen in Prävention, Behandlung und Rehabilitation umzusetzen- eine besondere Rolle spielen dabei auch die Themen Lebensbewältigung und Teilhabe.

Ein wichtiges Prinzip der Forschung am Lehrstuhl für Sozialpädiatrie ist daher die enge inhaltliche und organisatorische Verbindung zur Klinik und die zügige und praktikable Umsetzung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse im klinischen Alltag. Das Team des Lehrstuhls für Sozialpädiatrie besteht aus Wissenschaftlern aus den Bereichen Medizin, Psychologie, Pädagogik, Sport- und Gesundheitswissenschaften und verschiedenen Therapieberufen und ist damit multidisziplinär aufgestellt.

Die Forschungsschwerpunkte am Lehrstuhl umfassen die Untersuchung psychosozialer und biologischer Bedingungen bei der Entstehung von Entwicklungsstörungen und psychischen Erkrankungen, die Diagnostik und Therapie von Kindern mit Cerebralparese, mit posttraumatischer Belastungsstörung nach Fluchterfahrung, mit Misshandlungserfahrung, mit frühkindlichen Regulationsproblemen (Schrei-, Schlaf-, und Essstörungen) sowie mit verschiedenen Syndromen und seltenen Erkrankungen. Auch Kinderschutzprojekte, insbesondere im Bereich der Frühen Hilfen, sind am Lehrstuhl verortet. Eine weitere Expertise liegt in der Erforschung der frühen Eltern-Kind-Beziehung und deren Bedeutung für die gesamte kindliche Entwicklung. Der Lehrstuhl entwickelt und evaluiert außerdem regelmäßig spezifische Patientenschulungen für chronisch kranke Kinder und ihre Eltern.