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Home Treatment

Indikationsbasiertes Home Treatment in der Sozialpädiatrie bei Patienten mit Trisomie 21 (und mentalen Entwicklungsstörungen anderer Genese)

Kinder mit mentalen Entwicklungsstörungen zeigen sowohl bezüglich der kognitiven Entwicklung, als auch im Bereich der adaptiven und sozialen Entwicklung eine deutliche Verzögerung. Bei vielen dieser Patienten mit globaler Entwicklungsstörung/Intelligenzminderung bestehen im familiären Alltag sehr belastende Verhaltensprobleme (Weglauftendenzen, (auto-)-aggressive Verhaltensweisen, Ein-und Durchschlafstörungen, Fütter-/Essstörungen, mangelnde Selbständigkeit, fehlende Kooperation, stereotypes Verhalten), welche die Teilhabe der gesamten Familie am normalen gesellschaftlichen Leben stark beeinträchtigen. Zusammen mit der Trisomie 21-Sprechstunde und der Erkenntnis einer Versorgungslücke für eine bestimmte Patientengruppe heraus wurde in Zusammenarbeit mit der Robert-Vogel-Stiftung das Home Treatment Projekt entwickelt.

Im Home Treatment werden betroffene Familien nach Indikationsstellung im SPZ über einen Zeitraum von 6-8 Wochen von TherapeutInnen mit einer heilpädagogischen u./o. sonderpädagogischen u./o. psycho-/verhaltenstherapeutischen Zusatzausbildung intensiv angeleitet.

Die Studiengruppe „Home Treatment“ evaluiert derzeit in einer Studie, ob Home Treatment als aufsuchendes therapeutisches Angebot eine Reduktion der Verhaltensprobleme bewirken kann, ob die elterliche Belastung sowie Erziehungsprobleme reduziert werden können und die Eltern-Kind-Interaktion verbessert bzw. ein positives Erziehungsverhalten gefördert werden kann. Erste Zwischenergebnisse wurden als Poster auf dem DGKJ 2020 online präsentiert; abschließende Auswertungen werden Ende 2021 verfügbar sein.

Ansprechpartner: Dr.med. Aynur Damli-Huber; aynur.damli-huber(at)kbo.de

Team:

Studienleitung und -koordination: Dr. med. Aynur Damli-Huber

Beteiligte Wissenschaftler: Prof. Dr. med. Volker Mall, Dr. phil. Maria Licata-Dandel

Kooperationspartner: Robert-Vogel-Stiftung