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Zehenspitzengang-Sprechstunde

Beim „Zehenspitzengang“ handelt es sich um ein pädiatrisches Fußausrichtungsgangmuster, das ab dem Laufalter oder später auftritt. In den meisten Fällen ist dieses Gangmuster bei Kindern harmlos. Jedoch sollte in bestimmten Fällen eine ärztliche Untersuchung durchgeführt werden, um medizinische Ursachen auszuschließen.

Die Ursachen variieren dabei von Entwicklungsstörungen über Autismus-Spektrum-Störungen bis hin zu neurologischen, orthopädischen oder muskulären Erkrankungen.

Die Behandlung hängt von der Ursache ab und umfasst ein Spektrum von konservativer Behandlung bis hin zu operativen Maßnahmen.

Wann sollte Ihr Kind in der Sprechstunde vorgestellt werden?

In folgenden Fällen sollte ein Experte aufgesucht werden: 

  • Der Zehengang besteht bei Kindern im Alter von über 3 Jahren.
  • Bei Aufforderung ist ein Fersenbodenkontakt nicht möglich.
  • Bei Verkürzung der Wadenmuskulatur oder der Achillessehne
  • Bei einem Einseitigen Auftreten des Zehenspitzengangs
  • Bei zusätzlichen neurologischen Defiziten, z.B. Gleichgewichts-, Koordinations- oder Feinmotorik-Defizite

Ziele der Sprechstunde

  • Neuropädiatrische Untersuchung
  • Ätiologische Abklärung
  • Pedobarographie-Untersuchung mit Videoaufnahmen
  • Hilfsmittelversorgung
  • bei Bedarf orthopädische Vorstellung

Ablauf

Erstvorstellung

  • Ausführliche anamnestische und neuropädiatrische Befunderhebung mit Gelenkwinkelmessung nach der Tardieu-Methode
  • Klärung der Ätiologie des Zehenspitzengangs
  • Durchführung einer Pedobarographie Untersuchung im Ganglabor mit Videoaufnahmen
  • Elternaufklärung für entsprechende Therapiemöglichkeiten

Wiedervorstellung

Beurteilung des Therapieerfolgs und Abstimmung der weiteren Therapie

Kontakt

Telefon | 089 71009-1321
E-Mail | Oberarztsekretariat.KIZ-HHS(at)kbo.de