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Gehzentrum im Kinderzentrum

Im Rahmen des sozialpädiatrischen und entwicklungsfördernden Therapieansatzes des kbo-Kinderzentrum München rückt auch der menschliche Gang als elementare Form der menschlichen Fortbewegung v.a. bei Kindern und Jugendlichen mit komplexen Gangstörungen in den Fokus diagnostischer und therapeutischer Bemühungen.

 

Ziel ist es, über die Verbesserung einer einfachen/komplexen Gangstörung die Mobilität zu fördern und damit positiven Einfluss auf die Unabhängigkeit, soziale Integrität und schließlich auch auf die Lebensqualität von bewegungsgestörten Kindern und Jugendlichen zu nehmen.

 

Grundsätzlich richtet sich das Gehzentrum im Kinderzentrum an jedes Kind, welches aufgrund seines auffälligen Gangbildes einer Behandlung zugeführt werden soll. Hierbei ist an habituelle Zehenspitzengänger genau so zu denken, wie an Kinder und Jugendliche mit infantiler Zerebralparese (GMFCS I – III), neurodegenerativen Erkrankungen (z.B HMSN), chronisch-entzündlichen Erkrankungen (z.B. MS), kongenitalen Kontrakturen (z.B. AMC), periphere Paresen wie z. B. Peronaeusparesen etc. - um nur einige zu nennen.

 

Im kbo-Kinderzentrum München stehen zur Beurteilung und Behandlung von einfachen und komplexen Gangstörungen ein transdisziplinäres Kompetenzteam aus Ärzten, Therapeuten und Bewegungswissenschaftlern sowie eine Vielzahl von diagnostischen und therapeutischen Ressourcen zur Verfügung:

Therapeutische Ressourcen

Bobath

Anbahnung des Aufstehens und Hinsetzens, Stehens und Gehens durch sensorische Stimulation im alltäglichen Umfeld

Manuelle Therapie

Behandlung von biomechanischen Funktionsstörungen mit reflektorischen Auswirkungen zur Wiederherstellung der physiologischen Gelenk- und Muskelfunktionen sowie zur Schmerzlinderung bei arthrogenen, muskulären und neuralen Störungen

PNF (Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation)

Verbesserung der neuromuskulären Koordination durch Stimulierung der Extero-, Tele- und Propriozeptoren zur Anbahnung physiologischer Bewegungs- und Haltungsmuster im Rahmen einer dreidimensionalen physiotherapeutischen Behandlungsmethode

Vojta

Unterstützung der posturalen Ontogenese durch provozierte Koordinationskomplexe für einen verbesserten Haltungshintergrund bei alltäglichen, willkürlichen und zielgerichteten Bewegungsabläufen.

Si- Therapie

Förderung der Balance und der bilateralen Koordination durch unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten und verschiedene vestibuläre Materialien

Förderung der Bein- und Fußwahrnehmung durch taktile und propriozeptive Stimuli

Bobath- Therapie

Förderung des Stehens und Gehens bei der Bewältigung von Alltagsaufgaben. Je nach Ziel des Klienten wird die Gehfähigkeit nach dem Bobath- Konzept beübt.

sEMG-Biofeedback

Erzeugung eines computergestützten Biofeedbacks zur Förderung der sensomotorischen Wahrnehmung über die Ableitung elektrischer Potentiale des innervierten Muskels.

Laufbandtraining

Das wiederholte, aufgabenspezifische Üben des Gehens führt zu einer Aktivierung der Lokomotionszentren, nimmt positiven Einfluss auf das Muskel-Bindegewebssystem und verbessert maßgeblich die Gehgeschwindigkeit und die Ausdauer.

Lokomat®-Therapie

Einsatz der robotergestützten Gangorthese für ein assistiertes Laufbandtraining zur Aktivierung der Lokomotionszentren ohne/mit Gewichtsentlastung und zur Verbesserung des aktiven Bewegungsraumes sowie zur Erhöhung der Ausdauer und der Gehgeschwindigkeit.

Ansprechpartner

Christine Hadel-Becker, Physiotherapeutin und Gesundheitspädagogin ( FH, Aufbaust.)

oder

Christian Bauer, Sportwissenschaftler, Technischer Leiter Ganglabor
 

Tel: 089/71009-0

Email: gehzentrum-kinderzentrum@kbo.de

 

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